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Aktuelles



Bildung für nachhaltige Entwicklung bleibt Schwerpunkt der Naturpark-Kitas
Jahrestagung: Naturpark Schwalm-Nette und Naturpark-Kitas treffen sich im Niederrheinischen
Freilichtmuseum in Grefrath


Zur Jahrestagung 2019 trafen sich die Geschäftsführung des Naturparks Schwalm-Nette, die fünf
zertifizierten Naturpark-Kitas und eine angehenden Naturpark-Kita im Niederrheinischen Freilichtmuseum.
Im Fokus der Naturpark-Projektarbeit 2019 steht das Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung. Für die
Zusammenarbeit bedeutet das konkret: Die Kitas haben Exkursionen in den Naturpark gemacht,Projekttage zum Thema angeboten und Lernorte außerhalb der Kitas aufgesucht. Ziel war es, den Kindern Kenntnisse über Natur und Landschaft im unmittelbaren Umfeld der Kitas zu vermitteln.

„Kinder sollen für die Natur begeistert und sensibilisiert werden. Durch die Kooperation mit dem Naturpark lernen sie, nachhaltiges Handeln zu verinnerlichen“, erklärte Naturpark-Geschäftsführer Michael Puschmann das Konzept der Zusammenarbeit. Der Naturpark Schwalm-Nette bietet beispielsweise zum Thema Waldboden das Mobile Waldlabor an. Das Labor, ein Wagen, der mit Laborutensilien ausgestattet ist, leihen sich die Kitas und Besucher regelmäßig für Exkursionen aus. „Außerdem haben wir Naturpark-Entdecker-Westen, die die Kinder anziehen und so die Natur auf ihre eigene Art erleben können“, ergänzte Projektmitarbeiterin Iris Boesch. „Wir freuen uns sehr über das Engagement der Kitas, die unsere
Angebote rege nutzen. Der Naturpark wird dadurch zu einem natürlichen Lernort.“

Das Niederrheinische Freilichtmuseum ist ebenfalls Kooperationspartner im Projekt Naturpark-Kita. Kevin
Gröwig, stellvertretender Museumsleiter und Museumspädagoge, informierte über Angebote und
Veranstaltungen für Kinder, die über Besonderheiten der Region, der Geschichte und Kultur aufklären. Ebenfalls auf der Tagesordnung stand eine weitere geplante Kooperation: Die Kitas werden mit dem Wasser- und Bodenverband der mittleren Niers und dem Naturpark ein weiteres Projekt im Naturpark-Gebiet starten. „Wir haben viele Ideen, die wir mit den Kitas und dem Naturpark verwirklichen möchten. Jetzt beginnen wir mit der konkreten Planung“, sagte Dr. Dagmar Spona vom Wasser- und Bodenverband der Mittleren Niers.



Einweihung /Mobiles Waldlabor



„Spielerisch die Welt entdecken“
Naturpark Schwalm-Nette und Berufskolleg Viersen stellen Leitfaden zum Mobilen Waldlabor vor


Was kann man mit einer Taschenlampe, einer Lupe, mit Pinzette, Petrischale und einem Becherglas anfangen? Eine Antwort auf diese Frage findet, wer den Leitfaden für das Mobile Waldlabor im Naturpark Schwalm-Nette liest und eine Exkursion in die Natur macht. Diese Labor-Utensilien helfen bei einer "Schatzsuche auf dem Waldboden". Denn: "Kinder sind von Natur aus neugierig. Sie wollen fühlen, riechen, schmecken. Sie wollen Forscher und Entdecker sein", sagt Naturpark-Geschäftsführer Michael Puschmann im Naturparkzentrum Wachtendonk bei der Vorstellung des neuen Mobilen Waldlabors. "Spielerisch die Welt entdecken – im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung" lautet das Motto des neuen Wagens für junge Forscher, der nun auch mit einem Leitfaden mit Experimenten und Hintergrundinformationen ausgestattet ist.

Das Mobile Waldlabor können Kindergärten, Familien oder Besucher des Naturparks ab sofort ausleihen, um mit Kindern gemeinsam die Natur zu erkunden. In den Schubladen und Staufächern befinden sich Lupen, Gläser und weitere Labor-Materialien. Der Leitfaden, der nun auch im Wagen zu finden ist, ist Ergebnis einer Kooperation zwischen dem Naturpark und dem Berufskolleg Viersen. Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs haben an der Erstellung des Leitfadens unter Leitung ihrer Lehrerinnen Theresa Engemann und Dr. Alexandra Hauck mitgearbeitet. Die Kinder erhalten damit Anweisungen und Erläuterungen darüber, welches Material sie benötigen, wie sie die Experimente durchführen und welche Sicherheits- und Verhaltensregeln sie bei ihrem Ausflug in den Wald berücksichtigen sollten. Zusätzlich hat Philippe Niebling von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Viersen Informationen über den Waldboden für den Leitfaden zusammengestellt. Bei der Erstellung der Fotos für den begleitenden Flyer haben Kinder des Bewegungskindergartens Gänseblümchen in Wachtendonk mitgewirkt.

Iris Boesch, Projekleiterin des Naturparks, betont, wie wichtig frühkindliche Erziehung im Umgang mit Natur und Umwelt ist: "Wer schon in jungen Jahren an die Schönheit und Verletzlichkeit der Natur herangeführt wird, geht auch als Jugendlicher und Erwachsener sorgsam mit ihr um." Und so nehmen die Kinder des Bewegungskindergartens Gänseblümchen gemeinsam mit ihrer Erzieherin Elke Fronz die Schatzsuche des Bodens im Bauerngarten des Naturparkzentrums auf: Da werden Gänseblümchen unter die Lupe genommen und Blätter oder Gräser gesammelt und in den Gläsern aufbewahrt. Im Anschluss besprechen alle gemeinsam mit Fronz, was sie gefunden haben. Der Leitfaden, bestückt mit Experimenten zur Umsetzung in der Natur, wird den Naturpark Schwalm-Nette über Jahre hinweg unterstützen, so Boesch.

Kindergärten, Familien und Besucher, die das Waldlabor ausleihen möchten, erhalten Informationen unter: 02162/ 81709408 und >www.npsn.de/index/lang/ki/artikel/2166



Auf dem Lehnenhof



Vom Schaf bis zum Filz
Naturpark-Kita: Wegberger Kinder besuchen Schafsherde des Landhofs Lehnen


Die städtische Kindertagesstätte Wegberg-Merbeck macht sich auf den Weg, Naturpark-Kita zu werden. Aktuell läuft in Kooperation mit dem Naturpark Schwalm-Nette die Zertifizierungs- und Erprobungsphase. In diesem Rahmen besuchten die Erzieherinnen mit 25 Mädchen und Jungen nun den Landhof Lehnen in Merbeck. Dort konnten die Kinder eine Herde weißgehörnter Heidschnucken besuchen.
"Für das Verständnis der heimischen Natur sind solche Ausflüge zu Lernorten außerhalb der Kita besonders eindrucksvoll – erst recht, wenn lebende Tiere mit von der Partie sind", sagt Michael Puschmann, Geschäftsführer des Naturparks. Die Weißgehörnten Heidschnucken stehen auf der Liste bedrohter Arten. Ursprünglich wurden sie von Züchtern veredelt, um weiße Wolle zu produzieren. "Heute lohnt sich die Zucht wirtschaftlich aber nicht mehr: Die Haltung ist sehr aufwändig, die Pflege intensiv und es wird nur wenig Fleisch produziert", erklärt Jochen Lehnen. Um die seltene Rasse zu erhalten, hält der Landhof zehn Muttertiere samt ihrer Lämmer.
Gemeinsam mit Vater Heinz und seiner Schwester Sonja hat Jochen Lehnen für die Kita-Kinder ein abwechslungsreiches Programm erarbeitet: Die Mädchen und Jungen helfen bei der Schur, können einem Lamm die Flasche geben, dem Hütehund bei der Arbeit zuschauen und die Klauenpflege begleiten. Zudem erfahren sie anschaulich, wie die Schafswolle zu Filz und Kleidung wird. Ein weiterer aufmerksamer Gast ist Wegbergs Bürgermeister Michael Stock. Die Stadt ist Träger der Kita. "Wir freuen uns, dass die Merbecker Kita die erste Naturpark-Kita im Kreis Heinsberg werden kann. Das stärkt den Standort in Merbeck", so der Bürgermeister.
Für die Kita-Kinder sind Ausflüge wie dieser ein Highlight. "Generell möchten wir als Naturpark-Kita die Themen Umwelt, Regionalität und Nachhaltigkeit in den Alltag integrieren", sagt Kita-Leiterin Beate Hüllen. Einmal wöchentlich geht es in den Wald. Gebastelt wird vor allem mit Naturmaterialien und Naturpädagogin Sandra Nievelstein bringt den Kindern die heimische Flora und Fauna näher.

Das Projekt Naturpark-Kita gibt es seit rund zwei Jahren. Bislang haben fünf Kindergärten aus dem Gebiet des Naturparks Schwalm-Nette die Zertifizierung durch den Bundesverband erhalten. Als sechste Einrichtung ist die städtische Kita Merbeck dabei, Naturpark-Kita zu werden.
Lernorte außerhalb der Kita
Zum Profil der Naturpark-Kitas gehören Exkursionen zu Orten, an denen die Kinder die natürlichen Zusammenhänge der Region mit allen Sinnen erfahren können. Dies sind landwirtschaftliche Betriebe, Gärtnereien und Baumschulen oder Museen. Der Landhof Lehnen ist kein offizieller Lernpartner des Naturparks Schwalm-Nette – jedenfalls noch nicht. "Mit dem Schaf-Angebot passt Familie Lehnen aber hervorragend in unser Konzept", sagt Iris Boesch, Koordinatorin des Projektes "Naturpark-Kita" beim Naturpark Schwalm-Nette.



Kooperation mit dem Wasser- und Bodenverband der Mittleren Niers



Pressemitteilung von Donnerstag, 18. April 2019
Naturpark und Mittlere Niers kooperieren Der Wassser- und Bodenverband ist neuer Lernort für die Naturpark-Kitas

Niederrhein. Der Wasser- und Bodenverband Mittlere Niers ist neuer Lernort für die zertifizierten Naturpark-Kindergärten des Naturparks Schwalm-Nette. Iris Boesch, Projektleiterin des Naturparks, und Dr. Dagmar Spona, Bereichsleiterin des Wasser- und Bodenverbandes, besiegelten die Kooperation. Im Rahmen des Projektes "Naturpark-Kita" haben die Mädchen und Jungen jetzt die Möglichkeit, Lerninhalte aus der Natur kindgerecht zu erarbeiten.
"Der praktische Umgang mit der Natur, den Pflanzen und Tieren ist eine unschätzbar wichtige Ergänzung für Kinder", so Naturpark-Geschäftsführer Michael Puschmann. Die Kita Erzieherinnen aus sechs Kindergärten freuen sich auf die Exkursionen "Gewässererkundungen" und "Arbeiten bei der Kopfweidenpflege", die der Wasser- und Bodenverband der Mittleren Niers den Kindergartenkindern altersgerecht anbietet. Kinder haben die Möglichkeit, den typischen Baum des Niederrheins kennenzulernen und selbst Weidenruten zu sammeln und zu binden. Weiden sind typische Gewässerbegleithölzer, die Nässe und wechselnde Wasserstände tolerieren. Kopfweiden prägen die Landschaft und gehören zum typischen Bild des Niederrheins.
Bei der Gewässererkundung steht das Setzen von Stecklingen und Sträuchern im Fokus der Exkursion. "Die beiden Exkursionen schaffen eine Möglichkeit, den Kindern schon früh ein Verständnis für verschiedene Zusammenhänge in der Natur und der Wasserwirtschaft zu vermitteln" sagt Dr. Spona.
Das Projekt Naturpark-Kita gibt es seit rund zwei Jahren. Bislang haben fünf Kindergärten aus dem Naturpark-Gebiet die Zertifizierung durch den Bundesverband Deutscher Naturparke und den Naturpark Schwalm-Nette erhalten. Eine sechste Kita ist dabei, eine Naturpark-Kita zu werden.



Übergabe der Naturpark-Entdeckerwesten



Pressemitteilung von Donnerstag, 11. April 2019
Naturpark-Entdecker in Brüggen unterwegs Die Naturpark-Kita "Familienzentrum Vennmühle" erhält 20 Westen

Brüggen. Wenn die Mädchen und Jungen des Brüggener Familienzentrums Vennmühle in der Natur forschen, sind sie jetzt direkt zu erkennen: Als zertifizierte Naturpark-Kita des Naturparks Schwalm-Nette erhält das Familienzentrum 20 Westen mit dem Aufdruck "Naturpark-Entdecker". Geschäftsführer Michael Puschmann und Projektleiterin Iris Boesch übergaben die Westen jetzt an die Kinder. "Die Naturpark-Kita Vennmühle liegt nicht nur malerisch direkt an der Schwalm, das Team lebt auch die Philosophie des ‘Lebensraums Natur‘ mit den Kindern im täglichen Kindergartenalltag", sagt Puschmann.
"Wir freuen uns sehr über die Entdecker-Westen. Sie bieten zusätzliche Möglichkeiten, den Kindern die Verantwortung für die Natur auf spielerische Art und Weise transparent zu machen. Die Kinder fühlen sich mit dem Tragen der Weste als Natur-Schützer", so Kindergartenleiterin Michaela Berndt.
Die Westen bieten mit vielen Taschen jede Menge Platz für Steine, Blätter oder Arbeitsmaterialien wie Lupen. Die Kinder tragen sie beispielsweise bei ihren Wanderungen im Wald, dem Besuch beim Landwirt, der Gärtnerei oder einem Ausflug zu einem der Lernorte außerhalb der Kita.



Kooperation mit Partner Patrick Strohm/Mülltheater



Pressemitteilung von Dienstag, 02. April 2019
Naturpark-Kitas bieten Theaterpädagogik
Mülltheater Herr Stinknich ist neuer Projektpartner


Für die Kinder ist er „Herr Stinknich“, den Kooperationsvertrag mit dem Naturpark Schwalm-Nette hat der Mülheimer Theaterpädagoge dann aber doch mit seinem richtigen Namen Patrick Strohm unterschrieben.
Der Sozial- und Theaterpädagoge bietet in den fünf Naturpark-Kitas im Verbandsgebiet des Naturparks Schwalm-Nette Mitmachtheaterstücke zum Thema Müll an. Auf spielerische Weise lernen die Kinder, wie sie ihren Müll richtig trennen oder im besten Fall sogar vermeiden. Dabei wird ihnen auch bewusst, welche Rolle Verpackungen beim Einkaufen spielen. Auf die Frage: „Wer hat schon einmal Spaghetti Bolognese in der Hosentasche mit nach Hause genommen?“ erntet er von den Kindergartenkindern denn auch großes Gelächter.
Vor dem Auftritt in der Naturpark-Kita Merbeck in Wegberg hat Naturpark-Geschäftsführer Michael Puschmann mit Strohm einen Vertrag über eine dauerhafte Kooperation unterzeichnet. „Ich freue mich, dass wir mit dem Mülltheater „Herr Stinknich“ das pädagogische Programm der Naturpark-Kitas weiter bereichern können“, sagte Puschmann. Kita-Leiterin Beate Hüllen freut sich ebenfalls über das neue Angebot. „Das Mitmachtheater macht den Kinder großen Spaß. Das ist die beste Voraussetzung, um spielerisch etwas über den richtigen Umgang mit Müll zu lernen.“
Das Projekt Naturpark-Kita gibt es seit gut zwei Jahren. Bislang haben fünf Einrichtungen aus dem Naturpark-Gebiet die Zertifizierung durch den Verband Deutscher Naturparke bestanden.



Gruppenbild im Niederrheinischen Freilichtmuseum



Naturpark-Kitas lernen Geschichte kennen Niederrheinisches Freilichtmuseum ist neuer Projektpartner

Das Niederrheinische Freilichtmuseum des Kreises Viersen ist Lernort für die Naturpark-Kindergärten des Naturparks Schwalm-Nette. Michael Puschmann, Geschäftsführer des Naturparks, und Museumspädagoge Kevin Gröwig besiegelten nun die Kooperation der beiden Partner im Rahmen des Besuchs des Familienzentrums Vennmühle aus Brüggen. Für die Mädchen und Jungen war der Ausflug zum Museum Am Freilichtmuseum 1 in Grefrath die erste Exkursion nach der Zertifizierung als Naturpark-Kita.
Die Naturpark-Kitas nehmen im Museum am pädagogischen Programm "Daheim am Niederrhein" teil. "Die Kinder erfahren, wie das bäuerliche Leben am Niederrhein um das Jahr 1900 aussah", erklärt Gröwig. Sie erfahren, wer auf einem Bauernhof lebte, welche Arbeiten anfielen und wie diese aufgeteilt wurden. Die Kinder füttern selbst die Hühner und stellen Butter her.
Lernorte außerhalb der Kita, die den Kindern ihre Umgebung und die Kulturgeschichte näherbringen, sind eine zentrale Säule der Naturpark-Kitas. "Das Niederrheinische Freilichtmuseum mit seinen historischen Höfen, den Tieren und den niederrheinischen Kopfweiden ist für unser Programm wie gemacht", sagt Puschmann.
Das Projekt Naturpark-Kita gibt es seit rund zwei Jahren. Bislang haben fünf Einrichtungen aus dem Naturpark-Gebiet die Zertifizierung durch den Verband Deutscher Naturparke bestanden.


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