Close Menu

Ökosystem Wiese



Blumenwiese Naturschutzhof



Die meisten Wiesen sind künstliche, vom Menschen geschaffene Ökosysteme. Zumeist sind sie durch Rodung und Abbrennen entstanden. Ohne Beweidung und Mahd würden sie verbuschen und auf Dauer entstände Mischwald.

Typisch für Wiesen sind Gräser und Kräuter, die rasch wachsen, schnell blühen und fruchten, trittresistent und düngeunempfindlich sind. Manche Arten schützen sich auch durch die Einlagerung giftiger Substanzen oder die Ausbildung von Stacheln gegen Verbiss. Wiesen, die nur ein- bis maximal dreimal im Jahr gemäht und nur wenig gedüngt werden – sogenanntes extensives Grünland – entwickeln sich zu artenreichen und bunten Lebensräumen, die für die biologische Vielfalt bedeutend sind. Bunt blühende Wildkräuter können dort bis zu 30 Prozent des Bestandes ausmachen.



Mit ihrer Vielfalt an Strukturen bieten Wiesen und Weiden Lebensraum für eine große Zahl von Tierarten, darunter Wirbeltiere wie Vögel und Grasfrösche oder Wirbellose wie Insekten, Spinnen, Krebstiere und Würmer. Zwischen Flora und Fauna bestehen teilweise enge Wechselbeziehungen. So profitieren Käfer, Bienen und Schmetterlinge nicht nur vom Arten- und Blütenreichtum, sondern auch von zeitlich gestaffelten Blühabfolgen.

Nach einer kurzen Einführung werden der Pflanzenbau erklärt sowie Pflanzen und Tiere der Wiese vorgestellt. Anschließend wird eine Wiesenexkursion vorbereitet und durchgeführt.


Referent:
K.-W. Kolb, Naturpark Schwalm-Nette

Ort:
Naturschutzhof, Sassenfeld 200, 41334 Nettetal oder geeignete Biotope in Schulnähe

Zielgruppe:
Lehrerinnen und Lehrer von Grundschulen

Zeitplanung:
14.00 bis 16.30 Uhr

Termin:
28.05.2020

Anmeldung unter: >kwk@npsn.de
Anmeldeschluss: 15.05.2020



qr-code